The Art of Border Sabotage – Echoes from the Edges
Künstler*innen
Al Anders, Quinn Gapp, Mariam Ibrahim
Über das Projekt
The Art of Border Sabotage: Echoes from the Edges versammelt drei künstlerische Positionen, die sich mit Grenzregimen, gesellschaftlicher Gleichgültigkeit und alternativen Formen von Zugehörigkeit auseinandersetzen. Die Arbeiten untersuchen, wie Kontrolle, Ausgrenzung und Unsichtbarkeit produziert werden – und entwerfen zugleich spekulative Gegenräume.
In Uncontained: Breaking the Apparatus verbindet Al Anders dokumentarisches Material mit digitalen Bildwelten und 3D-Simulationen zu einer vielschichtigen Kartografie europäischer Abschiebelager. Die visuelle Sprache der Überwachungsarchitektur wird dabei durch poetische Interventionen gebrochen und in eine queere Vision von Heilung, Durchlässigkeit und Transformation überführt.
Quinn Gapps The Gaze of Indifference erweitert die Ausstellung zu einem immersiven Raumensemble aus Video, Fotografie und Installation. Im Zentrum steht das Auge als politisch geprägte Instanz zwischen Überwachung, Konsum und Verdrängung; fähig zu sehen, aber zunehmend unfähig zu handeln. Die Arbeit hinterfragt, wie gesellschaftliche Abstumpfung entsteht und welche Bedingungen notwendig wären, um sie zu überwinden.
Mit Soft Territories entwickelt Mariam Ibrahim eine installative Auseinandersetzung mit urbanen Praktiken der Solidarität. Ausgehend von realen Netzwerken von Sanctuary und Solidarity Cities entstehen textile Kartografien und eine begehbare „weiche Behörde“, die bürokratische Prozesse neu verhandelbar macht. Ein begleitender Workshop lädt dazu ein, alternative Formen von Identität und Zugehörigkeit zu entwerfen.
Gemeinsam eröffnen die Arbeiten ein Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Spekulation, Kritik und Imagination und verstehen Kunst als Praxis der Grenzverschiebung.
Ort
The Space
Kaiser-Wilhelm-Str. 14
20355 Hamburg
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag
12:00 bis 18:30 Uhr