Fabrics of Translocality
In ihren fotografischen und intermedialen Arbeiten setzen sich Ula Ahmed, Masixole Ncevu und Roxana Rios mit den komplexen Verflechtungen von Raum, Identität und Geschichte auseinander. Im Mittelpunkt ihrer Auseinandersetzungen stehen Erfahrungen und Formen der Zugehörigkeit, die sich nicht an feste geografische Grenzen halten, sondern vielmehr in den Zwischenräumen von Bewegung, Migration und Erinnerung entstehen. In einem gemeinsamen Gespräch geben die Künstler*innen Einblicke in ihre Arbeit.
Ula Ahmed ist eine autodidaktische Fotografin aus dem Sudan und eine der ersten prominenten weiblichen Stimmen in der zeitgenössischen Fotoszene des Landes. Sie begann 2016 zu fotografieren und stellte ihre Werke 2021 bei den Rencontres d’Arles aus, was ihr internationales Debüt markierte. Mit subtiler Kraft prägt sie weiterhin das visuelle Erzählen im Sudan.
Masixole Ncevu studierte Fotografie an der Vega School of Brand Leadership, wo er 2015 den Advanced Photography Award und den Samsung Excellent Student Award erhielt. Er war Finalist des August-Sander-Preises (Deutschland, 2018) und wurde zweimal für die Joop Swart Masterclass (2019, 2020) nominiert. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Galerie Jochen Hempel, dem Naturhistorischen Museum in Genf, der Galerie NegPos (Nîmes) und der SOSESAME Gallery (Johannesburg) ausgestellt. 2025 veröffentlichte Ncevu sein erstes Buch Sense of Space, das von der Stiftung Buchkunst für das beste Buchdesign nominiert wurde.
Roxana Rios schloss xier Doppelstudium der Fotografie und Performancekunst an der HGB Leipzig und der AdBK Nürnberg 2023 mit einem Diplom ab. Seitdem wurden Rios’ Arbeiten unter anderem im Museum Folkwang Essen, im Museum für Gegenwartskunst Leipzig, im FOTOHOF Salzburg, im Foto Arsenal Wien, im Fotomuseum Winterthur und in den Deichtorhallen Hamburg gezeigt. 2024 erhielt Rios den Förderpreis für zeitgenössische deutsche Fotografie und wurde 2025 von der Triennale für Photographie Hamburg als FUTURES Talent ausgewählt.