Claude Cahuns Echoes: Tracing a Poetic and Political Counterculture
Fast vierzig Jahre lang vervielfältigte die französische Künstlerin Claude Cahun Selbstbildnisse, um das zu erreichen, was sie als sexuelle »Unbestimmtheit« bezeichnete, und schuf so Porträts, die unmittelbare Zustände des Seins sind. Indem sie ihre gesamte Existenz dem Kampf gegen tödliche gesellschaftliche Normen verschrieb, wurde Cahun zu einer Schlüsselfigur der Gegenkultur – mit Einfluss auf Künstler*innen von Vito Acconci und Lorna Simpson bis hin zu globalen Positionen wie Val Souza und Soufiane Ababri. Jenseits von Maskerade oder Rebellion ist Cahuns Werk von Fragilität geprägt: ein Schwanken zwischen Selbstbehauptung und Schmerz.
In diesem Vortrag erkundet die Kuratorin und Kunsthistorikerin Emilie Houssa die Wege, die Cahun uns eröffnet, und zieht Verbindungen zu Elina Brotherus, Bérangère Fromont, Rafa Bqueer, Cindy Sherman, den Guerrilla Girls und vielen mehr. Inwiefern fordert uns Cahuns poetisches und politisches Werk heute heraus?
Kostenfrei, aufgrund begrenzter Anzahl an Plätzen bitten wir um eine Reservierung vorab.
In Kooperation mit dem Institut français Hamburg