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Restitution: Ein Dialog über Ethik und künstlerische Praxis. Prof. Dr. Bénédicte Savoy und Künstler Akram Zaatari im Gespräch

Institution
Talk
7.6.2026
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 5 20095 Hamburg
Sprache: Englisch
Akram Zaatari, Pistachios for Benedicte, 2024
Akram Zaatari, Pistachios for Benedicte, 2024

Restitution: Ein Dialog über Ethik und künstlerische Praxis untersucht die sich wandelnden Verantwortlichkeiten im Kulturbereich. Jenseits rechtlicher Aspekte beleuchtet dieses Gespräch, wie Archäologie, Museen und Kunst die Bedeutung von Rückgabe, Wiedergutmachung und Erinnerung neu definieren können. Wie sieht Restitution heute aus, was impliziert sie? Warum ist eine ethische Haltung unerlässlich? Und was entsteht, wenn künstlerische Praxis komplexe historische Zusammenhänge in ästhetische und diskursive Formen transformiert? 

Bénédicte Savoy ist eine führende Kunsthistorikerin. Als Professorin für Neuere Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin forscht sie zu transnationalen Kunstbewegungen, Museumsgeschichte und der Ethik des Kunsterwerbs. Sie ist Mitautorin des wegweisenden Sarr-Savoy-Berichts (2018), der einen transformativen Rahmen für die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter bietet. Ihre Arbeit untersucht kritisch, wie künstlerische Praktiken und institutionelle Archive koloniale Geschichte aufarbeiten, um Restitution und Wiedergutmachung zu fördern. Sie ist Trägerin des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises. 
 
Akram Zaatari ist ein libanesischer Künstler und Filmemacher, dessen Werk sich mit Geschichte und der Erforschung von Erzählungen auseinandersetzt. Als Mitbegründer der Arab Image Foundation widmet er sich der Erforschung fotografischer Praktiken im Nahen Osten und der Aufarbeitung der Geschichte vergessener Völker und traditioneller Kulturen. Seine Arbeit wendet archäologische Methoden auf die Moderne an und vertritt dabei oft radikale Positionen zum Thema Denkmalpflege. Indem er Archivmaterialien in ästhetische Formen transformiert, untersucht Zaatari, wie künstlerische Praxis zerbrochene historische Verbindungen wiederherstellen kann. Er vertrat den Libanon auf der 55. Biennale in Venedig. 

Eintritt frei 

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