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"Inner Mornings, or Forms of Counterculture" – Kuratorinführung mit Émilie Houssa

Triennale Expanded
Führung
6.6.2026
Deichtorhallen Hamburg – Sammlung Falckenberg Wilstorfer Straße 71 21073 Hamburg
Sprache: Englisch
Camille Orso Caël, „Slumber“, 2021. Pigmentdruck auf Archivpapier, 110 × 73 cm. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und des FRAC des Pays de la Loire
Camille Orso Caël, „Slumber“, 2021. Pigmentdruck auf Archivpapier, 110 × 73 cm. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und des FRAC des Pays de la Loire

Émilie Houssa (geb. 1983) ist Kunsthistorikerin und Co-Direktorin des Centre Claude Cahun in Nantes, einem Ausstellungs- und Bildungszentrum, das sich unabhängigen künstlerischen Praktiken widmet. Zuvor lehrte sie Kunstgeschichte und Semiotik in Montreal und Paris. Houssa verfasst kritische Essays über zeitgenössische Fotografie, beispielsweise über Juliette Agnel oder Anthony Guerrée, und ist zudem Romanautorin. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman und wurde vom Centre National du Livre sowie der Villa Medici gefördert.

Zur Ausstellung: Wie lässt sich entlang der Entwicklung zeitgenössischer Kunst auch eine Geschichte der Counterculture erzählen, die bis in die Gegenwart künstlerische Ansätze beeinflusst? Diese Frage leitet durch die Ausstellung Inner Mornings, or Forms of Counterculture.

Im Zusammenspiel dreier bedeutender ­ Sammlungen – der Sammlung Falckenberg und den Sammlungen des FRAC Pays de la Loire und des Musée d’arts de Nantes – wird sichtbar, wie Künstler*innen widerständige ästhetische Strategien entwickeln, alternative Räume erschließen und die Grenze zwischen der Mitte und den Rändern der Gesellschaft auflösen.

Das Projekt eröffnet einen spannungsvollen Dialog: Es zeigt, wie Gegenkultur in unterschiedlichen Kontexten gesammelt, vermittelt und verstanden wird. Dabei entsteht ein facettenreiches Bild von Kunst als Möglichkeit, gesellschaftliche Realitäten zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Anknüpfend an Thoreau, Foucault und Guattari versteht die Ausstellung Counterculture als aktiv, diskursiv und transformativ. In vier thematischen­ Kapiteln – „­Claiming the multiplication of points of view and voices“, „See, show, divert and denounce“, „Rereading ­ history,­ another story“ und „Shock, shake, upset, move the lines“ – werden Positionen präsentiert, die historische Narrative neu schreiben, gesellschaftliche Machtverhältnisse hinterfragen und künstlerische Strategien der Irritation und des Widerstands sichtbar machen.

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