Nomadic Camera: Photography, Displacement, and Dis:connectivities
Die Buchvorstellung und Podiumsdiskussion findet anlässlich der Veröffentlichung der Publikation von Nomadic Camera: Photography, Displacement and Dis:connectivities statt. Der Band untersucht die technischen, medialen und ästhetischen Beziehungen zwischen Fotografie und (erzwungener) Migration sowohl aus historischer als auch aus zeitgenössischer Perspektive. Die Autoren greifen den Begriff „nomadisch“ – der eine vorübergehende Existenzform bezeichnet – auf, um Fotografie jenseits nationaler Grenzen als transkulturelle Technik zu erforschen. Das Buch versteht Fotografie als integralen Bestandteil dieser Geschichte von Mobilität und Migration und untersucht das Zusammenspiel zwischen den Konzepten des „Nomadischen“ und der „Kamera“, wodurch es neue Perspektiven auf die Fotografie als Medium in Bewegung eröffnet.
Burcu Dogramaci ist Professorin für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktorin des Käte Hamburger Kollegs global dis:connect. Sie forscht zur Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart mit einem Schwerpunkt auf Exil und Migration, Fotografie, textile Moderne, Architektur, Stadt, Skulptur der Weimarer Republik und Nachkriegszeit, Live Art.
Winfried Gerling ist Professor für Konzeption und Ästhetik der Neuen Medien an der Fachhochschule Potsdam im Rahmen des gemeinsam mit der Universität Potsdam betriebenen Studiengangs Europäische Medienwissenschaft. Er war Mitglied des Forschungskollegs SENSING: Zum Wissen Sensibler Medien (2018–2024). Seine aktuellen Forschungsprojekte sind: Grenzwerte. Operative Verhältnisse von Klima und Migration und Camera Studies.
Birgit Mersmann ist Kunst-, Bild- und Literaturwissenschaftlerin. Seit 2023 hat sie die Professur für Zeitgenössische Kunst und Digitale Bildkulturen am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen westliche und ostasiatische Kunst der Moderne und Gegenwart, Bild- und Medientheorie, Translation und Transkulturalität, visuelle Kulturen, Kunst und Migration, globale Kunst(geschichte), Ausstellungen und Museen, Intermedialität zwischen Bild und Text/Schrift, Geschichte und Theorie der Fotografie.
Mette Sandbye ist Professorin für Photography Studies am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Universität Kopenhagen. Sie hat zahlreiche Bücher und Artikel zur zeitgenössischen Kunstfotografie und zur Fotografie als Teil der visuellen Kultur veröffentlicht. Sie war Herausgeberin der ersten dänischen Fotografiegeschichte (Dansk Fotografihistorie, 2004), und ihre beiden neuesten Bücher sind Striving for Independence. Nordic Women Studio Photographers, 1860-1920 (2026, hg. m. Sigrid Lien, De Gruyter) und Fra Instamatic til Instagram. Familiealbummets fortællinger (2025, Strandberg).
Moderation: Mona Schieren
Tickethinweis: Diese Veranstaltung ist kostenfrei zugänglich.