Jasmina Cibic: Hope as a Muscle
Jasmina Cibics Werk untersucht, wie Kunst und Kultur als Instrumente der Soft Power und ideologischer Konstruktion wirken, insbesondere in Zeiten politischer Umbrüche. In diesem Vortrag präsentiert sie eine Reihe aktueller Foto- und Filmprojekte, die in engem Dialog mit Menschenrechtsorganisationen sowie Archiven und Orten nationaler und transnationaler Macht entstanden sind.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Performativität als methodisches Werkzeug: Inszenierung, Reenactment und Zusammenarbeit benutzt sie, um offenzulegen, wie kulturelle Narrative produziert, ausgehandelt und instrumentalisiert werden. Angesichts einer erneuten globalen Krise reflektiert Cibic die Rolle der Künstlerin nicht nur als Zeugin, sondern als aktive Akteurin, die sich in Strukturen von Sichtbarkeit, Rückzug und Kontrolle bewegt – und dabei erprobt, wie kulturelle Produktion politischen Zukunftsszenarien widerstehen, sie einüben oder neu gestalten könnte.
Jasmina Cibic ist eine slowenische Künstlerin, die in den Bereichen Film, Installation, Fotografie und Skulptur arbeitet. Sie vertrat Slowenien auf der Biennale in Venedig und präsentierte Einzelausstellungen im BALTIC Centre for Contemporary Art, im macLyon, im Museum der Moderne Salzburg, im Museum für Zeitgenössische Kunst Belgrad, im CCA Glasgow und im Kunstmuseum Krefeld. Ihre Arbeiten waren unter anderem in Gruppenausstellungen im MoMA New York, im MAXXI Rom und auf der Chicago Architecture Biennial zu sehen.
Tickethinweis: Diese Veranstaltung ist kostenfrei zugänglich.