Crit Club Hamburg: Is the Camera Closer to a Mirror or a Window?
Crit Club ist eine Performance von Cem A., in der zwei Teams über eine Frage zur Kunst debattieren, die sich in der Wirklichkeit so nicht stellen dürfte. In einem Umfeld, in dem Meinungsverschiedenheiten oft als riskant empfunden werden, schafft Crit Club Raum für spielerisches, kritisches Denken. Die Teilnehmenden werden ermuntert, sich mit Meinungsverschiedenheiten auseinanderzusetzen – als Performance, als Rollenspiel, als Gedankenexperiment –, anstatt sich in Lob oder Schweigen zu üben. Jede Debatte beginnt mit einer scheinbar unrealistischen Frage. Eine Seite argumentiert dafür, die andere dagegen – bis die Rollen mittendrin getauscht werden. Im Verlauf der Performance müssen die Sprecher*innen ein unmögliches Szenario bewältigen.
Cem A. ist ein Künstler mit anthropologischem Hintergrund. Er ist bekannt für seine Performances und ortsspezifischen Installationen sowie für seine Kunst-Meme-Seite @freeze_magazine. In seiner Arbeit erforscht er Themen wie Viralität und Performativität, oft in Form von Gemeinschaftsprojekten. Er hat in bedeutenden Institutionen wie der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, dem Barbican Centre in London und dem ZKM in Karlsruhe ausgestellt und an der documenta 15 in Kassel teilgenommen.
Jasmina Cibic ist eine slowenische Künstlerin, die in den Bereichen Film, Installation, Fotografie und Skulptur arbeitet. Sie vertrat Slowenien auf der Biennale in Venedig und präsentierte Einzelausstellungen im BALTIC Centre for Contemporary Art, im macLyon, im Museum der Moderne Salzburg, im Museum für Zeitgenössische Kunst Belgrad, im CCA Glasgow und im Kunstmuseum Krefeld. Ihre Arbeiten waren unter anderem in Gruppenausstellungen im MoMA New York, im MAXXI Rom und auf der Chicago Architecture Biennial zu sehen.
Moshtari Hilal ist Künstlerin, Forscherin und Kuratorin und lebt in Hamburg. Sie ist Mitbegründerin des Kollektivs AVAH (Afghan Visual Arts and History) und des Forschungsprojekts CCC (Curating through Conflict with Care). In ihrer Arbeit, die sowohl künstlerische als auch diskursive Formate umfasst, beschäftigt sie sich mit Schönheit, Hässlichkeit, Scham und Macht. Hilal studierte Nahoststudien und Politikwissenschaft mit den Schwerpunkten Gender Studies, Dekolonialismus und Kulturwissenschaften in Hamburg, Berlin und London.
Günseli Yalcinkaya ist eine in London lebende Künstlerin, Autorin und Forscherin, deren Arbeit untersucht, wie Technologie Mythen prägt. Als Redakteurin des Dazed Magazine und ehemalige externe Forschungsmitarbeiterin bei Moth Quantum erforscht sie Internetfolklore und verfolgt, wie neue Technologien – von KI bis Quantencomputing – neue Ideologien, digitalen Aberglauben und kollektive Fantasien hervorbringen. Ihre Texte erschienen unter anderem in Art Review, Dazed Magazine, Spike Art und 032c sowie in Publikationen von Aksioma, Ars Electronica und der LAS Art Foundation. Als Mitglied des multidisziplinären audiovisuellen Projekts The Talk arbeitet sie mit den Musikern James K und Heith sowie der Architektin Andrea Belosi zusammen und setzt Forschungsergebnisse in Live-Performances um.
Moderation: Kate Brown