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Crit Club Hamburg: Is the Camera Closer to a Mirror or a Window?

Institution
Performance
Talk
6.6.2026
Festivalzentrum Deichtorstraße 1-2 20095 Hamburg
Sprache: Englisch
Mit freundlicher Genehmigung von Cem A. und Alserkal Avenue.
Mit freundlicher Genehmigung von Cem A. und Alserkal Avenue.

Crit Club ist eine Performance von Cem A., in der zwei Teams über eine Frage zur Kunst debattieren, die sich in der Wirklichkeit so nicht stellen dürfte. In einem Umfeld, in dem Meinungsverschiedenheiten oft als riskant empfunden werden, schafft Crit Club Raum für spielerisches, kritisches Denken. Die Teilnehmenden werden ermuntert, sich mit Meinungsverschiedenheiten auseinanderzusetzen – als Performance, als Rollenspiel, als Gedankenexperiment –, anstatt sich in Lob oder Schweigen zu üben. Jede Debatte beginnt mit einer scheinbar unrealistischen Frage. Eine Seite argumentiert dafür, die andere dagegen – bis die Rollen mittendrin getauscht werden. Im Verlauf der Performance müssen die Sprecher*innen ein unmögliches Szenario bewältigen.

Cem A. ist ein Künstler mit anthropologischem Hintergrund. Er ist bekannt für seine Performances und ortsspezifischen Installationen sowie für seine Kunst-Meme-Seite @freeze_magazine. In seiner Arbeit erforscht er Themen wie Viralität und Performativität, oft in Form von Gemeinschaftsprojekten. Er hat in bedeutenden Institutionen wie der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, dem Barbican Centre in London und dem ZKM in Karlsruhe ausgestellt und an der documenta 15 in Kassel teilgenommen.

Jasmina Cibic ist eine slowenische Künstlerin, die in den Bereichen Film, Installation, Fotografie und Skulptur arbeitet. Sie vertrat Slowenien auf der Biennale in Venedig und präsentierte Einzelausstellungen im BALTIC Centre for Contemporary Art, im macLyon, im Museum der Moderne Salzburg, im Museum für Zeitgenössische Kunst Belgrad, im CCA Glasgow und im Kunstmuseum Krefeld. Ihre Arbeiten waren unter anderem in Gruppenausstellungen im MoMA New York, im MAXXI Rom und auf der Chicago Architecture Biennial zu sehen.

Moshtari Hilal ist Künstlerin, Forscherin und Kuratorin und lebt in Hamburg. Sie ist Mitbegründerin des Kollektivs AVAH (Afghan Visual Arts and History) und des Forschungsprojekts CCC (Curating through Conflict with Care). In ihrer Arbeit, die sowohl künstlerische als auch diskursive Formate umfasst, beschäftigt sie sich mit Schönheit, Hässlichkeit, Scham und Macht. Hilal studierte Nahoststudien und Politikwissenschaft mit den Schwerpunkten Gender Studies, Dekolonialismus und Kulturwissenschaften in Hamburg, Berlin und London.

Kristian Vistrup Madsen (*1991) ist ein Autor und Kurator und lebt seit 2016 in Berlin. Seine Texte erscheinen regelmäßig in internationalen Magazinen wie Artforum, Frieze, Spike, Kunstkritikk, Harper’s und The White Review sowie in Ausstellungskatalogen von Institutionen wie dem Hamburger Bahnhof, der Kunsthalle Wien, und dem MUDAM. 2025 kuratierte er Mood Curriculum, eine Reihe von Podcasts und Veranstaltungen bei Simian, die Stimmung als zentrale Kategorie künstlerischer und kuratorischer Praxis verstand. 2026 wird das Ausstellungsprojekt The Heart is a Pump bei Between Bridges realisiert, das Schmerz, Ekstase und christliche Ikonografie untersucht.  

Günseli Yalcinkaya ist eine in London lebende Künstlerin, Autorin und Forscherin, deren Arbeit untersucht, wie Technologie Mythen prägt. Als Redakteurin des Dazed Magazine und ehemalige externe Forschungsmitarbeiterin bei Moth Quantum erforscht sie Internetfolklore und verfolgt, wie neue Technologien – von KI bis Quantencomputing – neue Ideologien, digitalen Aberglauben und kollektive Fantasien hervorbringen. Ihre Texte erschienen unter anderem in Art Review, Dazed Magazine, Spike Art und 032c sowie in Publikationen von Aksioma, Ars Electronica und der LAS Art Foundation. Als Mitglied des multidisziplinären audiovisuellen Projekts The Talk arbeitet sie mit den Musikern James K und Heith sowie der Architektin Andrea Belosi zusammen und setzt Forschungsergebnisse in Live-Performances um.

Moderation: Kate Brown
Kate Brown ist Redakteurin, Kuratorin und Moderatorin und lebt in Berlin. Zuletzt war sie als Senior Editor bei Artnet News tätig, wo sie die Beauftragung von Beiträgen leitete, an der Strategie und dem operativen Geschäft mitwirkte und gemeinsam mit dem New Yorker Kunstkritiker Ben Davis den Podcast „Art Angle“ moderierte. Außerdem war sie Mitinitiatorin und Mitbegründerin des „Art Angle Roundup“, eines monatlichen Podcasts, der die Geschichten hinter den wichtigsten Schlagzeilen der Kunstwelt beleuchtet. Von 2014 bis 2024 leitete sie Ashley, einen gemeinnützigen Ausstellungsraum in Berlin, wo sie mehr als 70 Ausstellungen und Veranstaltungen mitorganisierte. Ihre Texte sind in mehreren Künstlerkatalogen und Zeitschriften erschienen. Im Sommer 2026 leitet sie einen Workshop zur Kunstkritik an der Universität der Künste in Berlin und ist seit 2022 Gastmentorin beim Berlin Program for Artists. Sie ist aktives Mitglied der AICA.

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