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Bucerius Kunst Forum

F. C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone

8.5. – 16.8.2026
Foto: F.C. Gundlach, „Jet Age“, Hamburg 1963 © F.C. Gundlach, Courtesy Stiftung F.C. Gundlach
Foto: F.C. Gundlach, „Jet Age“, Hamburg 1963 © F.C. Gundlach, Courtesy Stiftung F.C. Gundlach

Das Bucerius Kunst Forum, in Kooperation mit der Stiftung F.C. Gundlach, widmet sich mit dieser Ausstellung dem facettenreichen Wirken F.C. Gundlachs (1926–2021) – als Fotograf, Netzwerker, Sammler und Förderer. Die Ausstellung präsentiert ikonische Modefotografien ebenso wie bislang unveröffentlichte Aufnahmen sowie Arbeiten von Weggefährtinnen, Vorbildern und Nachfolgerinnen. 

Bekannt für seine stilbildenden Modefotografien prägte Gundlach über Jahrzehnte die Bildsprache der Modemagazine in Deutschland. Seine Arbeiten verhandelten Fragen von Geschlecht, Identität und gesellschaftlichen Rollenbildern und machten ihn zu einem zentralen Akteur der kulturellen Szenen zwischen Paris, New York, Rio de Janeiro und Hamburg. Dabei verstand er Fotografie nie als isolierte Praxis, sondern stets im Austausch mit anderen – ein Prinzip, das auch seine Sammlungstätigkeit, seine Rolle als Galerist und seine Förderung junger Talente bestimmte. 
Die Ausstellung beleuchtet diese Netzwerke und zeigt, wie Gundlachs Offenheit und Experimentierfreude ästhetische Standards setzte und zugleich auf gesellschaftliche Strömungen reagierte. Sie eröffnet neue Perspektiven auf sein Schaffen, indem sie prägende Stationen exemplarisch hervorhebt, ohne retrospektiv zu sein. Neben den berühmten, ikonisch gewordenen Fotografien sind auch experimentelle Arbeiten und Neuentdeckungen zu sehen. Seine Fotografien werden mit zahlreichen Werken aus seiner Sammlung von Edward Steichen über Richard Avedon bis zu Nan Goldin in einen Dialog gesetzt. Gemeinsam verdeutlichen sie die Vielschichtigkeit seines künstlerischen Weges im Spiegel wechselseitiger Einflüsse zwischen Individuen und Gesellschaft. 
Anlässlich seines 100. Geburtstags wird Gundlach erstmals seit seinem Tod 2021 in einer großen Ausstellung gewürdigt. Mit dieser Präsentation wird sein Einfluss auf die visuelle Kultur seiner Zeit in den Kontext von Fotografie als Kunstform, technisches Medium und Kulturgut gestellt und sichtbar gemacht, wie sehr seine Visionen die heutige Fotokultur geprägt haben.

Diese Ausstellung wird kuratiert von Sebastian Lux, Franziska Mecklenburg und Sophie-Charlotte Opitz.

Künstler*innen

Mit Werken von F. C. Gundlach, Richard Avedon, Erwin Blumenfeld, Robert Frank, Nan Goldin, David Hockney, William Klein, Roy Lichtenstein, Martin Munkácsi, Irving Penn, Regina Relang, Edward Steichen, Otto Steinert, Rosemarie Trockel und Wim Wenders, unter anderem.

We'll Always Watch Together

Eine Kooperation des Bucerius Kunst Forums mit der Folkwang Universität der Künste und der Fachhochschule Dortmund | Ab 7.6.2026

Parallel zur Ausstellung F.C. Gundlach.You'll Never Watch Alone und zur Triennale der Photographie Hamburg präsentiert das Bucerius Kunst Forum in Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste die Schau We’ll Always Watch Together am Alten Wall 4 – nur wenige Meter vom Bucerius Kunst Forum entfernt. Fotografie-Studierende der Klasse Professor Peter Miller zeigen neue Werke, die sich im Spiegel Gundlachs innovativem Geist mit aktuellen Fragestellungen der Fotografie auseinandersetzen. Studierende der Fachhochschule Dortmund begleiten mit kuratorischen Texten. 

Zu Beginn des Wintersemesters 2025 stellte Dr. Sophie-Charlotte Opitz, Kuratorin der Ausstellung F.C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone den Studierenden die Forschungserkenntnisse im Rahmen eines Seminars vor. Diese übersetzen die Studierenden wissenschaftlich und künstlerisch in fotografische Experimente, betreut durch Professor Peter Miller, Lehrstuhl Fotografie und zeitbasierte Medien, und Sophie-Charlotte Opitz. 

In seiner PPS-Galerie und -Labor arbeitete Gundlach mit zahlreichen Künstler:innen kreativ zusammen. Dort wurde experimentiert, mediale Grenzen ausgetestet, verworfen, umgedacht – und mutig mit der Fotografie umgegangen. Diese Experimentierfreude an der Fotografie greifen die Studierenden auf und entwickeln sie zu eigenen künstlerischen Projekten weiter. 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.