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06.03.26

Neue FUTURES-Künstler*innen für das Jahr 2026

Fünf fotografische Positionen zwischen Erinnerung, Verlust und Imagination

Seit 2018 nominiert die Triennale der Photographie Hamburg gemeinsam mit dem Haus der Photographie jährlich fünf Künstler*innen, die Teil des europäischen Fotografie-Netzwerks FUTURES werden. Wir freuen uns sehr, die neuen FUTURES-Künstler*innen für das Jahr 2026 vorzustellen: Amelie Sachs, Anna Perepechai, Aslı Özdemir, Kang Kaiwen und Vanessa Amoah Opoku.

Ihre Arbeiten verknüpfen persönliche, politische und globale Geschichten von Verlust, Erinnerung und (Wieder-)Aneignung. Zwischen Fotografie, Film, Installation und Mixed-Media erkunden sie die Grenzen des Mediums – und verstehen es weniger als reines Beobachtungsinstrument, sondern als Raum für Erinnerung, kritische Reflexion und Imagination.

Amelie Sachs beleuchtet mit „what happened and never happened“ (realisiert gemeinsam mit Fotografin Paulina Metzscher in enger Zusammenarbeit mit der Autorin und Filmemacherin Eva Gemmer) Zwangsadoptionen in der DDR durch Dokumentarfotografie, Archivmaterial und Texte. Anna Perepechai reflektiert Migration und Kriegserfahrungen aus der Ukraine über dokumentarische Beobachtungen und experimentelle Formen. Aslı Özdemir schafft spielerische Installationen, die künstlerische und familiäre Referenzen mit Performativität verweben. Kang Kaiwen experimentiert mit Moving Image und posthumanen Mythen aus Ost und West, um ökologische Beziehungen zu erkunden. Vanessa Amoah Opoku erzeugt in Mixed-Media eine materielle und zugleich organische Atmosphäre, die persönliche, kulturelle und politische Geschichten sichtbar macht.

Die Jurystatements und ausgewählten Projekte findet ihr hier.